Magie zum Anfassen? Das Honor Magic 8 Pro im Alltag!

Mit dem Honor Magic 8 Pro demonstriert der Hersteller sehr selbstbewusst, wie weit sich Android-Smartphones im Premiumsegment inzwischen entwickelt haben. Kurzfassung vorweg: beeindruckend weit. Statt auf auffällige Designspielereien oder plakative Marketingtricks zu setzen, kombiniert Honor kompromisslose Technik, eine moderne Akku-Generation, zahlreiche smarte Softwarefunktionen und ein Kamerasystem, das sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss. Das klingt zunächst nach bekannten Versprechen, fühlt sich im täglichen Gebrauch jedoch erstaunlich stimmig an.

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Elegant, ohne laut zu sein

Optisch gibt sich das Magic 8 Pro bewusst zurückhaltend. Gerade Aluminiumkanten, sanft gerundetes Glas auf Vorder- und Rückseite sowie ein großes, mittig platziertes Kameramodul prägen den Look. Ja, das Kameragehäuse trägt deutlich auf – wirkt durch seine Symmetrie aber harmonisch und erweist sich sogar als praktische Auflage für den Finger. Mit rund 213 Gramm zählt das Smartphone nicht zu den Leichtgewichten, liegt dank der ausgewogenen Form dennoch sicher und angenehm in der Hand. Die Verarbeitungsqualität ist auf Topniveau, nichts klappert oder wirkt nach Sparmaßnahme.

Beim Thema Widerstandsfähigkeit geht Honor in die Vollen. Zum Einsatz kommt ein spezielles Nano Crystal Shield Glas, das laut Hersteller deutlich robuster sein soll als herkömmliche Lösungen. Ergänzt wird das Ganze durch IP68, IP69 und sogar IP69K – Staub, Wasser oder Hochdruckreinigung steckt das Gerät problemlos weg. Für den Alltag vielleicht mehr als nötig, aber definitiv beruhigend.

Ein Display, das sich nicht beeindrucken lässt

Auf der Vorderseite sitzt ein 6,71 Zoll großes LTPO-OLED-Panel mit adaptiven 120 Hz. Die Ränder sind minimal gebogen, die Rahmen angenehm schmal. Die 1,5K-Auflösung sorgt im Alltag jederzeit für ein scharfes Bild. Wirklich außergewöhnlich ist jedoch die Leuchtkraft: Mit bis zu 6.000 Nits gehört das Display zur absoluten Spitzenklasse. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt alles klar erkennbar.

Auch die Augen werden geschont. Dank extrem hochfrequentem 4.320-Hz-PWM-Dimming ist das Flimmern kaum wahrnehmbar – ein echter Vorteil bei längerer Nutzung oder abends. HDR10+ und Dolby Vision werden ebenfalls unterstützt, wodurch Streaming-Inhalte sichtbar profitieren.

Magic OS: viel mehr als nur Oberfläche

Das Magic 8 Pro kommt mit Magic OS 10 auf Basis von Android 16. Die Oberfläche ist stark individualisiert und zeigt stellenweise klare Anleihen bei iOS, ohne dabei zur Kopie zu werden. Animationen laufen geschmeidig, Eingaben werden sofort umgesetzt und die Anpassungsoptionen sind umfangreich. Besonders der Honor Home Launcher überzeugt mit skalierbaren Ordnern, kombinierbaren Widgets und transparenten UI-Elementen.

Ein zentrales Feature ist Magic Portal: Inhalte lassen sich per Drag-and-Hold zwischen Apps bewegen und erscheinen dabei in schwebenden Vorschaufenstern. Im Alltag wirkt das überraschend intuitiv und spart tatsächlich Zeit.

Neu hinzugekommen ist ein seitlicher AI-Button. Ab Werk öffnet ein Doppeldruck die Kamera, weitere Funktionen lassen sich frei belegen. Dazu zählen etwa AI Memories zum Sammeln von Inhalten oder der AI Foto Agent, der Bilder optimiert, Objekte entfernt oder Stile anpasst. Nicht jede Funktion ist essenziell, viele erweisen sich jedoch als sinnvoll.

Auch beim Thema Sicherheit legt Honor nach. Eine AI-basierte Deepfake-Erkennung warnt bei manipulierten Video- oder Sprachanrufen. Hinzu kommen eine sehr sichere 3D-Gesichtserkennung, die sogar für Banking-Apps freigegeben ist, sowie ein ultraschallbasierter Fingerabdrucksensor im Display. Updates für System und Sicherheit sind für sieben Jahre zugesichert – inzwischen Standard in der Oberklasse, hier aber konsequent umgesetzt.

High-End unter der Haube

Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5, unterstützt von 12 GB Arbeitsspeicher. In der Praxis bedeutet das: kompromisslose Performance. Apps öffnen ohne Verzögerung, Multitasking läuft flüssig und selbst anspruchsvolle Spiele bleiben stabil. Auch längere Gaming-Sessions bringen das Gerät kaum an seine thermischen Grenzen – vorausgesetzt, es wird nicht parallel geladen.

Im Vergleich zu anderen aktuellen Flaggschiffen wirkt das System stellenweise sogar noch einen Tick direkter, was vor allem der gelungenen Abstimmung von Hardware und Software geschuldet ist. Im Alltag äußert sich das vor allem durch eines: absolute Souveränität.

Akku-Technik mit Zukunft

Honor setzt erneut auf eine Silizium-Carbon-Batterie, diesmal mit satten 6.270 mAh. Trotz der hohen Kapazität bleibt das Gehäuse schlank. Im Alltag sind 7 bis 8 Stunden Display-On-Time realistisch, selbst bei intensiver Nutzung. Wer moderater unterwegs ist, kommt problemlos über zwei Tage.

Auch beim Laden zeigt sich das Magic 8 Pro von seiner starken Seite. Per Kabel sind bis zu 100 Watt möglich, wodurch der Akku in unter einer Stunde vollständig gefüllt ist – rund 40 Prozent sind bereits nach etwa 15 Minuten erreicht. Kabellos sind bis zu 80 Watt drin, allerdings nur mit Honors eigenem Ladepad. Ein spezieller Energiemanagement-Chip soll dabei helfen, die Akkugesundheit langfristig zu erhalten.

Kamera mit besonderem Fokus auf Zoom

Auf der Rückseite verbaut Honor ein Triple-Kamerasystem aus 50-Megapixel-Hauptkamera, 50-Megapixel-Ultraweitwinkel und einer 200-Megapixel-Telekamera mit 3,7-fach optischem Zoom. Die Frontkamera löst mit 50 Megapixeln auf und wird von einem Tiefensensor ergänzt.

Bei guten Lichtverhältnissen liefern alle drei Hauptkameras detailreiche Fotos mit kräftigen, meist natürlichen Farben und solidem Dynamikumfang. Besonders positiv fällt die gleichmäßige Bildqualität zwischen den einzelnen Linsen auf. Das Highlight ist eindeutig das Teleobjektiv: Selbst bei 10-facher Vergrößerung bleiben Details überraschend klar – sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

Auch bei wenig Licht zeigt sich das Magic 8 Pro stark. Die Hauptkamera belichtet zuverlässig, das Teleobjektiv liefert ungewöhnlich helle und detailreiche Nachtaufnahmen mit Zoom. Porträts überzeugen durch saubere Freistellung und natürliche Hintergrundunschärfe, selbst unter schwierigen Bedingungen.

Die Videoqualität ist insgesamt gut, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau der absoluten Kamera-Referenzen. 4K mit bis zu 120 fps wird unterstützt, die Stabilisierung arbeitet ordentlich, bei wenig Licht geht jedoch sichtbar Detail verloren.

Ergänzt wird das Ganze durch zahlreiche AI-Features wie Motion Clone, Motion Trail oder verbesserte Moving Photos. Spielereien, die nicht jeder benötigt, aber kreative Möglichkeiten eröffnen.

Nicht perfekt, aber sehr nah dran

Ganz ohne Schwächen kommt auch das Magic 8 Pro nicht aus. Die Lautsprecher sind zwar laut, könnten aber mehr Tiefe vertragen. Die Vibration fällt eher durchschnittlich aus und die getrennte Darstellung von Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen ist Geschmackssache. Zudem ist der AI-Button derzeit auf Honors eigene Funktionen beschränkt.

Am Gesamteindruck ändert das jedoch wenig. Das Honor Magic 8 Pro präsentiert sich als extrem ausgewogenes Premium-Smartphone mit herausragendem Display, enormer Leistung, exzellenter Akkulaufzeit und einer Telekamera, die in ihrer Klasse Maßstäbe setzt. Kein Showgerät, kein Experiment – sondern ein verlässliches High-End-Werkzeug mit klarer Premium-Ausrichtung. Wer ein kompromissloses Android-Flaggschiff sucht und mit Honors Software-Ansatz leben kann, findet hier eines der interessantesten Smartphones des Jahres.

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